Informatives

Organisierte sexuelle Gewalt ist eine extreme Form der Gewalt. Betroffene werden jahrelang u.a. isoliert, manipuliert und in Schweigen gezwungen. Die Folgen sind tiefgreifend: Misstrauen, Ohnmacht, das Gefühl, nirgends sicher zu sein.

Was ist organisierte sexualisierte Gewalt?

Als organisierte sexualisierte Gewalt bezeichnet man die systematische Anwendung schwerer sexueller Gewalt in Verbindung mit körperlicher und psychischer Gewalt an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Sie findet durch mehrere Täter und Täterinnen beziehungsweise Täternetzwerke statt. Häufig ist dies mit kommerzieller sexueller Ausbeutung verbunden, zum Beispiel durch Zwangsprostitution oder durch die Herstellung von Missbrauchsabbildungen, sogenannte Kinder- oder Gewaltpornografie.
Organisierte sexualisierte Gewalt fällt unter organisierte Kriminalität. Sie findet sich etwa im Bereich von sogenannten „Kinderporno-Ringen“ oder Menschenhandel.
Dient eine Ideologie zur Begründung oder Rechtfertigung der Gewalt, wird sie als rituelle Gewalt bzw. oft auch als ritualisierte Gewalt bezeichnet. Es gibt dabei ganz unterschiedliche Formen der rituellen Gewalt und die Übergänge sind oft fließend.

Wie sind die Gewaltstrukturen aufgebaut?

Sowohl organisierte sexualisierte Gewalt als auch rituelle Gewalt basieren häufig auf hierarchisch organisierten Machtstrukturen. Diese Systeme zielen darauf ab, durch Isolation, Abhängigkeit und systematische Entmündigung Kontrolle auszuüben.

Meine Arbeit hilft Ihnen, u.a. diese Machtstrukturen zu analysieren – und konkrete Strategien zu entwickeln, um Sicherheit und Selbstbestimmung zurückzugewinnen.

Betroffene und Helfende haben viele drängende Fragen – besonders, wenn es darum geht, Schutz und Sicherheit herzustellen und Tatpersonen-Netzwerken zu entkommen.

Hier setze ich an – für Betroffene und Helfende:

  • Fachliche Begleitung, um Dynamiken zu verstehen und konkrete Schritte für mehr Sicherheit zu entwickeln.
  • Einen geschützten Raum, um Erlebtes in Ihrem Tempo zu verarbeiten – ohne Druck, ohne Bewertung.
  • Praktische Hilfe, z. B. bei der Orientierung im Hilfesystem, beim Umgang mit Flashbacks oder der Planung sicherer Ausstiegsstrategien.
  • Informationen zu Rechten und Wegen, etwa zu Therapieplätzen, Schutzmaßnahmen oder juristischen Optionen.
  • Für Fachkräfte: Fallreflexion, kollegiale Beratung und interdisziplinärer Austausch – für die sichere und fundierte Begleitung von Betroffenen.