Herzlich Willkommen auf unserer Homepage

Ein Informations –  und Choachingsangebot von Pauline Frei und Renate Schusch.

 

Auf ganz unterschiedliche Art und Weise begleiten wir seit vielen Jahren Erwachsene, Kinder und Familien bei ihrem schweren Weg des Ausstiegs aus organisierten, destruktiven Gruppen, oft ist das auch rituelle Gewalt. 

 

Wer – vielleicht mit Beginn seines Lebens – von Menschen aus solchen Gruppen ausgebeutet wurde, ist häufig komplex traumatisiert, hoch dissoziativ, mit der Folge, dass die eigenen Erinnerungen nicht zusammen kommen.

 

Dissoziation
Definition Dissoziative Identitätsstruktur: Die dissoziative Identitätsstruktur (früher multiple Persönlichkeit genannt) ist eine Reaktion des Gehirns auf traumatische Erlebnisse (meist in sehr früher Kindheit). Dissoziation ist ein psychischer Bewältigungsmechanismus – man kann auch von Abwehrmechanismus reden – der dazu dient, unerträgliche Gefühle, Körper-Empfinden, Erinnerungen, Wahrnehmungsinhalte abzuspalten, um auf diese Weise eine Situation erträglich zu machen, d. h. überleben zu können. Dissoziation ist ein anderes Wort für Spaltung oder Auseinanderfallen. Die Grundlage der Abspaltung sind bedrohliche Situationen, die das Kind ohne diesen Schutzmechanismus nicht überleben würde. Aufgrund seines Alters kann es weder fliehen noch sich verteidigen, daher sucht es einen Ausweg aus der lebensbedrohlichen Lage und spaltet bzw entwickelt unabhängige Persönlichkeiten.

 

Zudem darf das Opfer niemandem etwas von dem geschehenen Grauen erzählen. Das Schweigegebot unter Androhung von schlimmsten Strafen macht das zusätzlich unmöglich. Meist besteht auch noch lange Zeit ein sehr enger Kontakt zu den Menschen, die gequält haben. Zudem wird das Opfer weiterhin vom Täterring verfolgt und bedroht. Und leider hat man auch noch zusätzlich den „Feind im Innern“: Täterintrojekte, die Ausstiegs- und Heilungsversuche boykottieren.

 

Täterintrojekte
Was das Opfer nicht konnte, kann der Täter – und das Täter-Introjekt • Je früher die Gewalt begann, desto mehr übernehmen Täterintrojekte die Funktionen von (Selbst-)Kontrolle und (Selbst-)Bestrafung. Folge: Innere Täter-Opfer- Reinszenierung. Bei fortgesetztem Täter-Kontakt besonders heikel. • Je früher Stoffwechsel -Manipulationen als Selbstmedikation eingesetzt werden (Hungern, Essen, Drogen, Alkohol, Selbstverletzungen etc.), desto mehr werden sie (selbst-)regulierende Bestandteile der Persönlichkeit. • Bei sekundärer und tertiärer Dissoziation übernehmen intensive Affekt- bzw. Ego-States bzw. innere „Leute“ diese Funktionen. Sie sorgen auch dafür, dass der Täterkontakt (wieder) aufgenommen bzw. aufrechterhalten wird. (M.Huber)

 

Durch frühkindliche Bindung an Täter, Kult und Ideologie, werden Funktionalität und Gehorsam mittels lebenslanger Konditionierung und Programmierung erzwungen. Eine methodische Abrichtung schafft Parallelwelten im Innern der Opfer, die die Täter jederzeit abrufen bzw steuern können. Die Opfer sind weiterhin manipulier- und steuerbar. Auf Grund der Dissoziation hat das Kind und später der/die Erwachsene im Alltag keine bewusste Erinnerung daran.

 

Rituelle Gewalt
Rituelle Gewalt ist eine schwere Form der Misshandlung von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern. Intention ist die Traumatisierung der Opfer. Rituelle Gewalt umfasst physische, sexuelle und psychische Formen von Gewalt, die planmäßig und zielgerichtet im Rahmen von Zeremonien ausgeübt werden. Diese Zeremonien können einen ideologischen Hintergrund haben oder auch zum Zwecke der Täuschung und Einschüchterung inszeniert sein. Dabei werden Symbole, Tätigkeiten oder Rituale eingesetzt, die den Anschein von Religiosität, Magie, oder übernatürlichen Bedeutungen haben. Ziel ist es, die Opfer zu verwirren, in Angst zu versetzen, gewaltsam einzuschüchtern und mit religiösen, spirituellen oder weltanschaulich-ideologischen Glaubensvorstellungen zu indoktrinieren. Meist handelt es sich bei rituellen Gewalterfahrungen nicht um singuläre Ereignisse, sondern um Geschehnisse, die über einen längeren Zeitraum wiederholt werden (Becker/Fröhling)

 

Verzweifelt suchen diese Menschen, weil sie darauf angewiesen sind wenn sie aussteigen wollen, Jemandem im Außen, der beständig und sicher hilft, der sich von all dem Schlimmen nicht vertreiben lässt oder von seiner eigenen Angst und Schrecken gelähmt wird. Was kein Wunder ist, denn es ist schwer mit der Wucht der Gewalt, die man direkt und indirekt erlebt, umzugehen. Für alle, die mit diesem Thema arbeiten, ist Vernetzung mit anderern Helfern ganz wichtig, um tatsächlich ein beständiger, sicherer Begleiter sein zu können.

 

Beständigkeit und Zuverlässigkeit ist für die „Aussteiger/innen“, die oft erst nach jahrelangem Martyrium ganz zaghaft versuchen ihre Vergangenheit zu verlassen, ein existentielles, erstes Steinchen auf einem langen, mühsamen und auch holprigen Weg.

 

Wir möchten Ihnen zum Einen ein Teil dieser Beständigkeit und Zuverlässigkeit anbieten und zum Anderen Sie mit unserem Wissen ( z.B. zu OEG und Fonds) als Grundlage auf Erfahrunmgsexperiese, die wir in vielen Jahren gesammelt haben unterstützen.


A
uf den weiteren Seiten erfahren Sie mehr von uns, unserer Arbeit und unseren Angeboten.